Flugrouten und Lärm

Ich muss mich entschuldigen.

So wie die Ausschusssitzung heute abgelaufen ist, sollte das eigentlich nicht vorkommen.

Angesichts des großen Intereses an dem Thema Flugrouten über Strausberg und die kommende Lärmbelästigung falls irgendwann BER mal eröffnet wird, fand ja die Sitzung im neuen Volkshaus statt.

Und es waren ja auch viele Bürger da. Und die wollten ihre Fragen loswerden. Die Geschäftsordnung lässt da aber nicht viel Spielraum, so dass ich echt in der Zwickmühle war. Einerseits setze ich mich für Bürgerbeteiligung ein und andererseits musste ich heute die Zwischenfragen der Zuschauer unterbinden. Das war schon echt unangenehm.

Deshalb war ich über den Vorschlag dankbar, der eine 20 minütige Pause einbrachte, wo dann die Zuschauer doch noch ihre Fragen loswerden konnten. Ist wirklich nicht optimal gelaufen. Vielleicht war die Ausschusssitzung auch nicht die richtige Plattform für dieses Thema.

Und dann der nächste Fehler:
Es waren keine Mikrofone da, so dass in dem großen Saal nur wenige Zuschauer etwas verstanden. Das muss ich noch mal auswerten, wie es dazu gekommen ist.

Das Fazit für mich:
Solche Themen mit großem Bürgerinteresse gehören in eine Bürgerversammlung und nicht in einen Ausschuss.
Und wenn man so etwas plant, dann hat auf jeden Fall eine entsprechende Soundanlage vorhanden zu sein.

Und zum Thema an sich:
Die Vertreter von BER und der Flugsicherung konnten mich nicht wirklich überzeugen. Die Flugrouten direkt über eine Stadt zu leiten und dort noch einen Anflugpunkt zu setzen, kann nicht wirklich Teil einer ernsthaften Planung sein. Die Abschwächung, dass da ja dann nur selten Flugbewegungen sein werden, kann ich nicht nachvollziehen. Diese Auffädelungsstrecke wird genutzt werden und dann fliegen mehr Flugzeuge direkt über Strausberg. Und ich vermute, dass das dann Morgens und Abends der Fall sein wird, wenn der Flughafen verstärkt angeflogen wird.

Genauso die Berechnungen des Lärmbeauftragten(BER). Dessen Annahmen gingen immer vom unteren Level des zu erwartenden Flugverkehrs aus. Was ist aber, wenn BER doch stärker frequentiert wird und die Flugbewegungen in den nächsten Jahren anwachsen?

Wenn alles erst einmal festgeschrieben ist, wird es schwer, sich dagegen zu wehren.

Und auch deshalb rufe ich noch mal alle Bürger auf, das Volksbegehren für ein Nachtflugverbot mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Dieses endet Anfang Dezember und benötigt 80.000 Unterschriften. Mehr Informationen: Bürgerbegehren Nachtflugverbot

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