Anmerkung zum Artikel „Gretchenfrage“ in der MOZ

Da gab es ja heute in der Lokalzeitung einen Artikel über die erste Sitzung der Stadtverordneten in Strausberg.

In diesem Artikel kommt nicht so recht rüber, warum einige dem Kauf des Klub am Sees nicht zustimmen konnten. Deshalb dazu noch eine kleine Anmerkung:

Grundsätzlich bin ich dafür, dass der Klub dem kulturellen Leben der Stadt erhalten bleibt. Aber ich konnte diesem „Schuss ins Blaue“ einfach nicht zustimmen.

Für die Zustimmung zu solch einer Investition benötige ich Informationen, die einfach nicht vorlagen. Fragen dazu wurden nur spekulativ mit „könnte“ und „sollte“ beantwortet. Das war mir zu wenig.

  • Es war nicht ersichtlich, wie die Kaufsumme aufgebracht werden soll, da ja auch noch kein Haushaltsentwurf für 2009 vorlag. Wo wird im nächsten Jahr gestrichen, um das zu finanzieren?
  • Der Bürgermeister konnte nicht konkret beziffern, was beim Klub an jährlichen laufenden Kosten entstehen. Egal, wie hoch die sind, finanziert werden müssten die in den Folgejahren auch.
  • In das Gebäude müsste investiert werden. Wie hoch dort die Kosten für z.B. die Instandsetzung sein werden, konnte auch nicht benannt werden.
  • Es lag kein Nutzungskonzept für die spätere Verwendung vor. Eigentlich eines der ersten Sachen, die bei so einer Investition gemacht werden müssten.
  • Wurden wirklich alle Alternativen geprüft? Eine Aussage, dass der Klub die einzige Stätte sei, um Kultur leben zu können, sollte doch erst einmal hinterfragt werden.

Das Ganze kostet Geld. Und das nicht wenig. Da verwundert es mich, wenn die Vertreter der sog. Arbeiterparteien so leichtfertig damit jonglieren. Gerade, wenn man bedenkt, dass es am Ende um Millionenbeträge gehen wird.

Bis jetzt ist überhaupt nicht klar, wie das finanziert werden soll. Man kann aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass, wenn die Stadt den Zuschlag erhält, wir an anderen Stellen kürzen müssen.

Ich bin dann mal gespannt, wer wieder am lautesten schreit, wenn das Geld z.B. bei Investitionen in die Kitas und Schulen fehlt.
Es mag richtig sein, den Klub am See zu erhalten. Die Stadtverwaltung und die frühere Stadtverordnetenversammlung wusste schon länger, dass der Klub zum Verkauf steht. Deshalb wundere ich mich nur, warum man bisher die o.g. Punkte nicht angegangen ist. Zeit hatte man ja.

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