Sitzung im Kulturpark

Eigentlich hatte ich ja noch einen anderen Termin, aber mich interessierte dann doch, was auf der offenen Fraktionssitzung der Linken zum Thema Kulturpark so los sein würde.

Denn die hatten zum Meinungsaustausch eingeladen.
Zuerst sah es so aus, als ob wir bei den kühlen Temperaturen alle ordentlich draußen sitzen und diskutieren würden…. Bis Steffen Schuster von der Offenen Fraktion eine Ortsbegehung vorschlug.

Man sah sich also das Stück Uferwanderweg an, welches schon bestand und alle waren sich einig, dass mit mehr Pflege auch dieser Teil des Uferwanderweges als solches erkennbar gewesen wäre.

Dann ging es auf das Gelände des Landkreises, welches die See- und Tauchsportler nutzen.

Die Idee der Linken, hier einfach einen Weg zu kennzeichnen und die Wanderer durchzulassen, wurde heftig diskutiert. Einerseits wurde begrüßt, dass man so viel Geld sparen kann….

Aber auf der anderen Seite wurden ganz klare Fragen gestellt, die auch die Linken nicht beantworten konnten:
– wer haftet für Schäden am Eigentum der Vereine?
– wer haftet, wenn einem Spaziergänger etwas auf dieem Weg passiert?
– wer soll tagsüber die Tore für den Wanderweg öffnen, wie von den Linken vorgeschlagen?

Nach heftiger Diskussion sah dann auch die Mehrheit ein, dass zumindest in einem Bereich die Uferbefestigung gemacht werden muss. So einfach, wie sich das die Linken vorgestellt hatten, geht das dann doch nicht. Die Verwaltung wurde aufgefordert, hier zu prüfen, inwieweit man mit einer kürzeren Strecke, die wirklich befestigt werden muss, auskommen kann.

Wir sollten beim Thema Uferwanderweg auch nicht zu kurzfristig denken.
Momentan sind auf dem Gelände zwei Wassersportvereine beheimatet. Die Drachebootfahrer suchen auch noch einen Platz, wo sie ihre Boote unterbringen können. Weiterhin ist geplant, eine Schulsportgruppe des Gymnasiums ins Leben zu rufen, die Wassersport betreiben soll.

Wenn wir jetzt mal etwas weiter denken, dann könnte dieses Areal rund um den Kulturpark sich zu einem Wassersportzentrum entwickeln, dass auch für auswärtige Sportfreunde erschlossen werden kann. So ist am ganzen Straussee keine geeignete Stelle zu finden, an der man mit einem Trailer mal sein Boot ins Wasser schieben kann.

So gesehen, halte ich eine Investition in diesen Uferwanderweg für sinnvoll. Nur sollte es dann nicht wieder ein Schnellschuss werden, der hinterher nur wieder Probleme schafft.

Die beiden Vereine haben dem jetzt in Frage gestellten Konzept zugestimmt, obwohl dieses mit Einschränkungen für sie verbunden ist. Sie sind also kompromissbereit. Ihnen muss man nicht den Schwarzen Peter zuschieben, da sie beim Thema Uferwanderweg bereits an die Grenze des Machbaren gegangen sind. Eine Umsetzung des Vorschlages der Linken, würde die Ausübung des Sports sehr stark einschränken, so dass hier die Zukunft der Vereine gefährdet wäre.

4 Comments

  1. Lieber Jens,

    wie Wassersportzentrum und Uferwanderweg zusammengehen soll, erschließt sich mir nicht recht.
    Wolfgang

  2. Das ist noch eine „Idee“…
    Wenn die beiden Vereine das Gelände aufgeben würden, könnte der Wanderweg kostengünstig da langgeführt werden.
    Im Gegenzug könnte mit Hilfe der Stadt und anderer Förderer vielleicht im Kulturpark ein gemeinsames Wassersportzentrum errichtet werden. Wie gesagt: eine Idee, die möglicherweise nie umgesetzt wird, aber wie ich meine, einen gewissen Charme hat…

  3. Ich bin dafür, sofort, wenn ich dann auch mein kleines Modellsegelboot dort fahren lassen dürfte….

  4. Sehr gut. 😉
    Wenn bei einem möglichen Wassersportzentrum die Segler, Taucher, Drachenbootfahrer, Kanuten etc. mit ins Boot geholt werden, dann könnte man sicher so etwas entwickeln.

    An der Stelle ließe sich auch wesentlich besser eine Slipanlage für Boote bauen. Diese könnte dann auch durch andere genutzt werden. So gibt es am ganzen See keine vernünftige Schräge, wo man mit dem Trailer ins Wasser kommt…

    Weiter vorn im Kulturpark könnte man z.B. einen Laden für Angler und Bootszubehör ansiedeln.
    Würde als Gesamtprojekt der Stadt sicher gut zu Gesicht stehen.

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