Ortsbeiratssitzung vom 23.09.2014

Das war mal wieder eine Ortsbeiratssitzung, bei der ich hinterher wieder lange gegrübelt habe, ob man sich das noch antun muss.

Wozu sich vorher Gedanken machen und Zeit aufwenden, wenn dann doch alles wieder zerredet wird?

Jahrelang wurde immer wieder seitens der Gladowshöher Einwohner beklagt, dass die Verkehrsanbindung über den „Schwarzen Weg“ zu schlecht sei. In fast jeder Sitzung wurde das Thema angesprochen. Und nun bringe ich eine Beschlussvorlage ein, die inhaltlich zum Ziel hat, hier eine Verbesserung zu erreichen, da kommt aus heiterem Himmel Widerstand. Vom Gladowshöher Vertreter im Ortsbeirat, Herrn Werchan.

Was er da angeführt hatte, war von den Argumenten(es fahren sicher nicht so viele da lang und das braucht eh keiner) nicht so doll. Aber erst mal dagegen. An den Blicken der anwesenden Bürger aus Gladowshöhe konnte ich aber erkennen, dass sie etwas verstört auf seine Ausführungen reagierten. Das kam dann auch in der Diskussion rüber. Na verstehen muss man das nicht…
Wir verblieben so, dass die Vorlage zurückgezogen wurde und die Bürgermeisterin prüfen soll, inwieweit der Klosterdorfer Weg als Zufahrt hergerichtet werden kann.

Auch die Vorlage für ein Geh- und Radwegkonzept in Hohenstein und Ruhlsdorf wurde nach der Diskussion zurückgezogen. Es wurde bemängelt, warum denn so ein Radweg bis Ruhlsdorf gehen muss und dass er mit zu hohen Kosten für die Anwohner verbunden sei usw.
Von der Bürgermeisterin kamen nur Zahlen, wie teuer das für die Anlieger wird und dass sie keine 20.000€ für ein Konzept ausgeben will. Da kann man auch nur den Kopf schütteln. Solange kein Konzept vorliegt, kann ich auch keine Aussagen über eventuelle Kosten machen. Aber das hatte sie ja bei der oben angesprochenen Vorlage(Schwarzer Weg) auch schon gemacht. Erst mal abschreckende Zahlen in den Raum werfen, die einerseits nicht unterlegt sind und andererseits noch gar nicht Thema waren. Denn in beiden Vorlagen sollte die Verwaltung prüfen, was machbar ist. Da war z.B. beim „Schwarzem Weg“ die Rede von „für PKWs befahrbar machen“. Das bedeutet für mich auch nach anderen Optionen zu gucken.

Na egal.
Und auch die dritte Vorlage habe ich dann zurückgezogen. Hier ging es um die Schaffung einer Stelle für einen Gemeindearbeiter, der sich um den Ortsteil kümmert. Auf die 400€-Stelle hat sich niemand beworben. Kein Wunder, wenn man da mit dem eigenen PKW noch die Müllsäcke transportieren muss…
Nun kam aber plötzlich die Bürgermeisterin, die meinte, dass in der Verwaltung schon recht konkrete Vorstellungen existieren, wie hier jemand für den Ortsteil eingesetzt werden soll. Mir soll es recht sein, wenn dahingehend etwas passiert. Nur wäre es schön gewesen, wenn die Bürgermeisterin mal vorher mit mir geredet hätte. Aber da gibt es ja eh ein Kommunikationsproblem zwischen uns. Ich werde höchstens dann angerufen, wenn sie etwas möchte und scheitere regelmäßig an ihrem Vorzimmer, wenn ich anrufe und etwas klären möchte. Na so hat jeder seinen eigenen Stil miteinander umzugehen.

Fazit der Sitzung:
Wir haben diskutiert. Einige Dinge werden weiter auf die Tagesordnung kommen.
Ich hab das Gefühl, dass es diesem Ortsbeirat eher auf beräumte Vorgärten und ein hübsches Straßenbild ankommt, als darauf, den Ortsteil fit für die nächsten Jahre zu machen und auch mal etwas weiter zu denken.
Ich werd mich nunmehr anpassen und mal abwarten, was für konstruktive Vorschläge aus dem Ortsbeirat so kommen. Könnten kurze Sitzungen werden…

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