Hohenstein bekommt richtig schnelles Breitband

IMG_1201.jpgIm Frühsommer 2009 saß ich zu Hause und formulierte einen Beschlussentwurf für die Stadtverordnetenversammlung. Dieser sollte die Voraussetzungen schaffen, schnelles Internet im Ortsteil Hohenstein zu schaffen.

Damals war ich ja noch recht frisch in der Lokalpolitik und dachte, dass das dann recht schnell gehen würde, wenn der Beschluss erst einmal gefasst sei.

Na ja, falsch gedacht. Bis jetzt haben wir noch kein schnelles Internet.
Ich will jetzt nicht die einzelnen Gründe aufzählen, die das so verzögerten, sondern freue mich, dass wir in diesem Jahr diese Thema abschließen können. Dazu habe ich mit den beteiligten Firmen am 25.01. eine Einwohnerversammlung durchgeführt, um die Einwohner zu informieren.

Beteiligt sind hier WINGAS und die Firma Mr. Net Group.

Diese nutzen das Glasfasernetz, dass bei der OPAL-Gasleitung mitverlegt wurde und binden das an die Verteiler an, die hier in Hohenstein und Gladowshöhe stehen.
Und darüber wurden die Einwohner informiert. Es wurden technische Details erläutert und die Preise für einen Anschluss genannt. Dadurch, dass der DSLAM dann mitten im Ort steht, werden fast alle Einwohner in den Genuß eines 50Mbit/s-Anschlusses kommen. Wobei man hier wählen kann, welche Bandbreite man haben möchte. Hier stehen 2, 6, 8, 16, 25 und 50 Mbit zur Wahl. Die Preise halte ich auch für recht moderat. Wer kein schnelleres Internet benötigt, bleibt halt bei seinem alten Anbieter. Niemand wird gezwungen, irgendwelche Umstellungen mitzumachen.

Interessant fand ich ja in diesem Zusammenhang jetzt die Pressemitteilung von unserem Brandenburger Wirtschaftsminister:

„…Das Kabinett hat heute der Vorlage von Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers zum Breitbandausbau im Land Brandenburg zugestimmt. Ziel des „Entwicklungskonzepts Brandenburg – Glasfaser 2020“ ist es, die Versorgung Brandenburgs mit schnellem Internet zügig zu verbessern. Christoffers sagte in Potsdam: „Kern des neuen Konzepts ist der Aufbau eines leistungsfähigen Glasfasernetzes mit Hilfe der bestehenden Energie-Infrastruktur. Je effizienter die Trassen, in denen beispielsweise Gasleitungen gemeinsam mit Glasfaserkabeln verlegt worden sind, genutzt werden, umso schneller kann die Anbindung dünn besiedelter Räume an das Breitbandinternet erfolgen. Hier hat Brandenburg gute Voraussetzungen. Das Land verfügt über ein umfangreiches Infrastrukturnetz im Energiesektor mit einer parallelen Glasfaserinfrastruktur, die als Rückgrat für den geplanten Ausbau dienen kann“….“

Interessant weil ich bereits 2010 mit verschiedenen Leuten darüber gefachsimpelt habe, dass diese Gasleitung mit Glasfaser eigentlich ein Segen sei für den ländlichen Raum um Breitband für die Menschen hier zu realisieren. Das Konzept konnte ich mir noch nicht ansehen, da man im Wirtschaftsministerium erst mal lieber eine Pressemitteilung herausgibt, aber auf Nachfrage erklärt, dass man noch bis zum 10.02 brauche, um diese für den Bürger ins Internet zu stellen…

Und wenn wir jetzt hier im Juni/Juli den Anschluss nach „nur“ drei Jahren haben, dann kann ich wieder einen Haken hinter eines der langfristigen Projekte fürs Dorf machen. Erfolge sind in der Lokalpolitik sooo selten….

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